Schwimmreifen

„Mit Sorge betrachte ich die erneut aufgegriffenen Bauvorbereitungen für ein MUF an dem Standort Paracelsusbad“, so Jörg Stroedter, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und Kreisvorsitzender der SPD Reinickendorf. „Diese Planung steht im Widerspruch zu den Grundsätzen des Denkmalschutzes und zu dringend benötigter Flächen für den Schwimmsport sowie zur Erholung.“

Der Bezirk Reinickendorf müsse andere Standorte mit einer geringeren Bevölkerungsdichte in angrenzenden Quartieren für den Bau einer Modularen Unterkunft für Geflüchtete benennen. Die Quartiere in der Nähe des Paracelsusbades, in Reinickendorf Ost und West hätten bereits einen sehr hohen sozialen Druck, deshalb wurden schon Quartiersmanagement-Gebiete eingerichtet.

„Vollkommen unglaubwürdig finde ich in dieser Diskussion das Verhalten des Bezirksbürgermeisters Frank Balzer sowie seiner CDU-Kollegin Emine Demirbüken-Wegner und seines CDU-Kollegen Burkard Dregger. Auf Bezirksebene stimmt Frank Balzer dem Beschluss eines MUFs am Paracelsusbad zu, auf Landesebene protestieren Frau Demirbüken-Wegner und Herr Dregger gegen diesen Beschluss“, so Jörg Stroedter. „Wenn Herr Balzer jetzt erklärt, seine Zustimmung sei nur aus „stadtplanerischer Sicht“ erfolgt, dann ist dies doch reine Trickserei! Warum benennt der Bezirksbürgermeister keine anderen Standorte? Diese Doppelzüngigkeit bei der CDU ist immer wieder unglaublich! Offensichtlich sind die Anfrage der Abgeordneten Demirbüken-Wegner und deren Publikationen in der Öffentlichkeit mit dem Bezirksbürgermeister abgesprochen.“

Gemeinsam mit der Reinickendorfer Abgeordneten Bettina König hat sich Stroedter in einem Schreiben an den Senator für Finanzen, Matthias Kollatz gewandt und den Senat insgesamt aufgefordert, Klarheit zu schaffen und die weiterbetriebene Planung eines Neubaus des MUFs auf dem Gelände des Paracelsusbades aufzugeben. „Wir fordern außerdem, dass der Senat und die Aufsichtsräte den Verkauf von Teilflächen des Paracelsusbades und die Auflösung der Sportflächen zwecks Bebauung nicht vollziehen und da, wo schon Beschlüsse vorliegen, diese rückgängig machen.“

„Wir wollen, dass Geflüchteten geeignete Unterkünfte an geeigneten Standorten angeboten werden und die angstschürenden Diskussionen der CDU und AfD aufhören“, so Stroedter.

Aktuell werden im Paracelsusbad dringend notwendige Sanierungen durchgeführt, deshalb ist das Bad mindestens bis zum Jahr 2023 geschlossen. Diese Sanierungszeit bietet die einmalige Chance das Paracelsusbad für die Bevölkerung, Schülerinnen und Schüler sowie Sportschwimmerinnen und -schwimmer kundenfreundlicher und attraktiver zu machen.

„Ich setze mich deshalb dafür ein, dass am Paracelsusbad auf dem jetzt als Parkplatz genutzten Gelände ein Außenbecken gebaut wird. Ein Außenbecken am Paracelsusbad wäre eine zusätzliche Attraktion und würde den Badegästen die Möglichkeit bieten, an der Luft etwas für ihre Gesundheit zu tun. Die aktuell andauernde Pandemie führt uns vor Augen, wie wichtig ein funktionierendes Immunsystem und eine gute Gesundheits- und Daseinsvorsorge für die Menschen ist. Ein Außenbecken würde langfristig zur Stabilisierung und Zukunftsfähigkeit der Bäderlandschaft und zur Verbesserung des Breitensports beitragen.“

2 Gedanken zu “Paracelsusbad für den Sport und als Daseinsvorsorge absichern und ausbauen”

  • Sehr geehrter Herr Stroedter,

    vielen Dank für Ihre eindeutige Positionierung. Ich freue mich über Ihre trefflichen Beschreibungen des als rein willkürlich zu bezeichnenden Vorhabens, nach dem gescheiterten ersten Versuch, eine MUF am Paracelsus-Bad zu errichten, nun einen zweiten „heimlichen“ zu generieren.

    Ihrer Äußerung, „Diese Planung steht im Widerspruch zu den Grundsätzen des Denkmalschutzes und zu dringend benötigter Flächen für den Schwimmsport sowie zur Erholung“, kann ich nur beipflichten. Sie wissen, dass auch das erste Vorhaben am Denkmalschutz scheiterte!?

    Sie schreiben weiter, dass … „Herr Balzer erklärt, seine Zustimmung sei nur aus „stadtplanerischer Sicht“ erfolgt!
    Danke, für die Aufklärung!
    Nun ist wenigstens mal gesagt, wer zugestimmt hat, wozu auch immer!
    Ich freue mich über Ihre Initiative, dieses rechtswidrige und unverantwortliche Vorhaben zu stoppen, ich zitiere Sie:
    Gemeinsam mit der Reinickendorfer Abgeordneten Bettina König hat sich Stroedter in einem Schreiben an den Senator für Finanzen, Matthias Kollatz gewandt und den Senat insgesamt aufgefordert, Klarheit zu schaffen und die weiterbetriebene Planung eines Neubaus des MUFs auf dem Gelände des Paracelsusbades aufzugeben. „Wir fordern außerdem, dass der Senat und die Aufsichtsräte den Verkauf von Teilflächen des Paracelsusbades und die Auflösung der Sportflächen zwecks Bebauung nicht vollziehen und da, wo schon Beschlüsse vorliegen, diese rückgängig machen.“
    Aktuell werden im Paracelsusbad dringend notwendige Sanierungen durchgeführt, deshalb ist das Bad mindestens bis zum Jahr 2023 geschlossen. Diese Sanierungszeit bietet die einmalige Chance das Paracelsusbad für die Bevölkerung, Schülerinnen und Schüler sowie Sportschwimmerinnen und -schwimmer kundenfreundlicher und attraktiver zu machen.
    Als stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und Kreisvorsitzender der SPD Reinickendorf dürfen Sie nunmehr Ihre Authentizität unter Beweis stellen:
    Neben Herrn Kollatz und Frau König sollten Sie auch Herrn Dzembritzki an Ihrer Seite wähnen. Als Staatsekretär für Sport steht er Ihnen in Sachen Berliner-Bäder-Betriebe kompetent zur Seite. Versäumen Sie es deshalb bitte nicht, Herrn Dzembritzki in Ihre Forderung, den Senat und die Aufsichtsräte den Verkauf von Teilflächen des Paracelsusbades nicht vollziehen zu lassen und da, wo schon Beschlüsse vorliegen, diese rückgängig machen, tatkräftig einzubeziehen. Alle Verantwortlichen sind Ihrer sozialdemokratischen Riege zuzuordnen.
    Welche Beschlüsse sind eigentlich durch wen gefasst worden?
    Mit Herrn Dr.Turgut Altug (Grüne) sollten Sie einen weiteren Partner an Ihrer Seite wissen. Denn dieser hat Naturschutzbedenken beim ersten MUF-Vorhaben zielführend vertreten. In der Drucksache 18 / 21087 des Abgeordnetenhauses Berlin zum Thema „Natur- und Baumschutz beim Bauvorhaben Paracelsus-Bad“ stellte Herr Dr. Altug eine Schriftliche Anfrage, die Herr Dzembritzki beantwortete.
    Ich empfehle an dieser Stelle diese Lektüre.
    Herr Dzembritzki dürfte darüber hinaus auskunftsfähig sein, warum bereits im November 2020 Baummarkierungen auf dem Parkplatz des Paracelsus-Bades, aber auch weit in den Bereich des Naturdenkmals Kienhorstpark hinein, durch die Berliner Bäder-Betriebe, das ist zu belegen, vorgenommen wurden.
    Sie betrachten, wie Sie schreiben die erneut aufgegriffenen Bauvorbereitungen für ein MUF an dem Standort Paracelsusbad mit Sorge!
    Sie sollten mit Ihren SPD-Fraktionen als stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender im Abgeordnetenhaus und Kreisvorsitzender der SPD Reinickendorf, in Teilen sogar mit den Grünen an Ihrer Seite, in der Lage sein, den durch die Sozialsenatorin Breitenbach vorangetriebenen Irrsinn zu beenden.
    Frau Breitenbach ist ihre „Senats-Kollegin“, ebenso wie derer der Herren Altug und Kollatz! Mit Ihrem sehr zu begrüßenden Vorstoß in die richtige Richtung dürfte für Frau Breitenbach keine Mehrheit zu beschaffen sein? Oder ist es in Berlin inzwischen möglich, dass eine Sozialsenatorin im Schutze der Sozialdemokratie solche im Raume stehenden Entscheidungen am Recht und am Volke vorbei entscheiden könnte?
    Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Herr Müller, steht mit seiner Richtlinienkompetenz ganz sicher auch an Ihrer Seite!
    Sie haben jetzt die Gelegenheit, zu zeigen, was Sie zu leisten imstande sind. Man wird Ihre Kompetenz, Ihr politisches Gewicht und Ihre Handlungsfähigkeit im Süden Reinickendorfs genau an Ihrem Statement vom gestrigen Tage messen, versprochen!
    Auf Bezirksebene haben Sie schon am kommenden Mittwoch, den 09.12.2020, in der BVV Gelegenheit, Ihren sehr zu begrüßenden Worten auch Taten folgen zu lassen.
    Mit freundlichem Gruß
    A. Schulz

    • Guten Tag Frau oder Herr Schulz,
      vielen Dank für Ihren Beitrag.
      Wir haben Ihre Fragen an Herrn Stroedter und sein Team weitergeleitet.
      Beste Grüße,
      das Team von der SPD Reinickendorf

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