Die SPD Reinickendorf trauert um ihren ehemaligen Kreisvorsitzenden, den früheren Stellvertretenden Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat für Bauen, Verkehr und Grünplanung Hans-Joachim „Jochen“ Gardain, der am 27. Februar 2026 im Alter von 91 Jahren verstorben ist.
Der Rechtanwalt trat 1965 in seiner Heimat rund um den Schäfersee in Reinickendorf-Ost in die SPD ein und war von 1985 bis 1991 Kreisvorsitzender der Reinickendorfer SPD.
Bereits 1971 wurde er in das Amt des Baustadtrates im Reinickendorfer Bezirksamt gewählt. Dieses hatte er über 17 Jahre bis 1989 inne und prägte in dieser Zeit den Bezirk Reinickendorf wie kaum ein anderer.
Kreativ, kämpferisch mit einem hohen Kooperationsvermögen und mit ausgeprägter Kollegialität gestaltete er die Entwicklung Reinickendorfs. Den Dreiklang Natur, Wohnen, Arbeit hatte er für den Bezirk, aber auch für das damalige West-Berlin, immer vor Augen. Die Lebensqualität in allen Ortsteilen des Bezirks zu erhalten und zu verbessern, sah er als grundsätzliche Aufgabe an.
In seine Amtszeit fiel von 1984 bis 1978 die Wohnbebauung im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) auf dem Gelände des Tegeler Hafens. Als Sozialdemokrat achtete Jochen Gardain darauf, dass auch Wohnungen im Sozialen Wohnungsbau errichtet wurden. Die moderne und repräsentative Humboldt-Bibliothek gehört zu den bleibenden Errungenschaften aus der Amtszeit Gardains. Doch auch die erste Fußgängerzone Berlins in Alt-Tegel und der Gorkistraße oder den Freizeitpark mit Familienfarm in Lübars hätte es ohne Jochen Gardain nicht gegeben.
Von 1989 bis 1995 vertrat er seine Herzensthemen dann noch als Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus.
Wir blicken in tiefer Dankbarkeit auf die Arbeit von Hans-Joachim Gardain zurück und werden seine Verdienste um den Bezirk Reinickendorf nie vergessen.
